Henry Andrews

Henry Andrews

1830 London - 1860 ebenda

Gemälde mit « Galanterieszene »

Öl auf Leinwand
Maße: 43 cm x 43 cm

Im Jahr 1878 beschrieb Samuel Redgrave ihn in seinem Standardwerk “A Dictionary of Artists of the English School” als talentierten, geschickten Maler von Genrebildern und historischen Sujets. Der Maler und Graphiker Henry Andrews war nachweislich seit 1827 in London als Künstler aktiv und verstarb ebendort im Jahr 1860. Hauptsächlich schuf er vielfigurige Gemäldekompositionen mit Mitgliedern der „Royal Familiy”, höfische Hochzeits- und Gartenfeste, Jagdgesellschaften und „Fêtes Champêtres”  wie dieses. Die „Fêtes Champêtres”, die ländlichen Feste, wurden vor allem im 18. Jahrhundert begangen, dies besonders intensiv am französischen Hof in Versailles. Die Landschaftsgärten und Parks kleidete man für diese „Fêtes” mit Pavillons und Tempel ein, platzierte kleine Orchester zwischen die Baumgruppen, ihre Teilnehmer trugen mitunter phantasievolle Kostümierungen wie für einen Maskenball.  Die „Fêtes” wurden folgend auch zu einem beliebten Motiv der französischen, italienischen und angelsächsischen Malerei im 18. Jahrhundert, eine Mode, die bis in das 19. Jahrhundert nachwirkte. Als ihr berühmtester Interpret  ging Jean-Antoine Watteau in die Kunstgeschichte ein, den Henry Andrews stilistisch, auch was Sujets und Motive betraf, gerne adaptierte.

Provenienz:
Europäische Privatsammlung Schloss Gyrn

Literatur:
Samuel Redgrave, A Dictionary of Artists of the English School, London: 1878, S. 10.


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